Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten gibt der internationale Bremer Klavierwettbewerb alle zwei Jahre jungen Pianistinnen und Pianisten die Möglichkeit, ihr Können einem breiten, interessierten Publikum vorzustellen.
Im Jahre 1986 wendet sich das Bremer Ehepaar Aenne und Walter Genoux mit der Idee an den Landesmusikrat Bremen e.V., einen Klavierwettbewerb auf nationaler Ebene zu veranstalten. Sie sind bereit, als Grundstock die Prämiengelder für die ersten beiden Wettbewerbe zu stiften. Der Landesmusikrat Bremen verwirklicht diese Idee mit Hilfe von Radio Bremen und der Sparkasse in Bremen. Noch im Herbst 1987 findet der erste Bremer Klavierwettbewerb in Sendesaal von Radio Bremen statt. Zugelassen sind deutsche Pianisten und Pianistinnen von 16 bis 30 Jahren. Auch der zweite Bremer Klavierwettbewerb 1989 wird auf nationaler Ebene durchgeführt.
Im Jahre 1990 entschließen sich die drei Partner Landesmusikrat Bremen e.V., Radio Bremen und die Sparkasse in Bremen den Wettbewerb 1991 auf internationaler Ebene, und zwar gesamteuropäisch einschließlich der Türkei und Israels, fortzuführen. Er soll damit der gesamteuropäischen Entwicklung auf dem Gebiete der Kunst und der Begegnung der Jugend Rechnung tragen. Die Schirmherrschaft übernimmt der jeweilige Bundesaußenminister - 1991 Hans-Dietrich Genscher, 1993 Klaus Kinkel, 1998 Joschka Fischer und seit 2005 Frank-Walter Steinmeier.
Außerdem wird bereits 1991 ein Ehrenausschuss gebildet, dem zur Zeit ca. 50 führende Vertreter aus Kultur und Wirtschaft - regional und überregional - angehören. Seit 1999 ist die Glocke Veranstaltungs - GmbH. als vierter Partner mit dabei. Im Jahre 2003 entschließen sich die Bremer Philharmoniker zu einer festen Partnerschaft mit dem Bremer Klavierwettbewerb und seit 2005 ist auch das Deutsche Jugendherbergswerk mit im Boot.
Nicht nur durch seine hohen künstlerischen und technischen Anforderungen erringt der Bremer Klavierwettbewerb sehr schnell einen besonderen Stellenwert im internationalen Wettbewerbs-geschehen - auch eine international besetzte, hochkarätige Jury spornt den europäischen Pianistennachwuchs an, sein Können in Bremen unter Beweis zu stellen.
Das Treffen junger Künstlerinnen und Künstler in Bremen geht dabei über den reinen Wettbewerbsgedanken hinaus. Das Jugendherberge Bremen verwandelt sich während der Wettbewerbe in ein großes europäisches Jugendbegegnungszentrum voller Musik. Das schöne Haus an der Weser ist in dieser Zeit nur für die Teilnehmer und ihre Begleitungen reserviert. Dort stehen ihnen nicht nur ausreichend Übungsflügel namhafter Pianofortefabriken zur Verfügung, dort wird auch gemeinsam gespielt und diskutiert, werden Erfahrungen ausgetauscht - kurz: Gemeinsam gelebt. So wird der Bremer Klavierwettbewerb ein Forum der menschlichen und künstlerischen Verständigung über Länder-, Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.
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